RuhrGesichter

Nach   

dem   

sturmbedingten   

Reinfall   

im   

letzten

Jahr  

feierten  

am  

Wochenende  

insgesamt  

rund

50000   

fruchtige   

Menschen   

ausgelassen   

beim

zweitägigen       

Juicy       

Beats       

Festival       

im

Westfalenpark in Dortmund.

Rund   18000   Fans   bevölkerten   bereits   am   Freitag   den   Park,   strömten am   neuen   Riesenrad   vorbei,   lauschten   vielseitiger,   meist   richtig   guter Musik    und    feierten    "ihre"    Sommerparty.    Aufgrund    der    aktuell verstärkten       Terrorgefahr       wurde       vom       Veranstalter       das Sicherheitspersonal   aufgestockt   und   es   war   erkennbar   mehr   Polizei unterwegs.
© Ruhrgesichter

BUNT, LAUT UND BLINKT:

Juicy Beats 2016

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Dennoch   hielten   sich   die   Wartezeiten   bei   den   Einlasskontrollen   in   Grenzen.   Vom   Feiern wollte    sich    niemand    so    recht    abhalten    lassen,    trotz    hartnäckiger    Nachfragen    einiger Journalisten,    die    krampfhaft    versuchten,    den    Festivalbesuchern    ein    paar    angsterfüllte Statements   abzutrotzen.   Bemerkenswert   war   in   diesem   Zusammenhang   nicht   nur   das handgemalte    Pappschild    einer    jungen    Besucherin    in    der    ersten    Reihe    der    Mainstage, welches diese der Kamera entgegenstreckte: "Mama, es geht mir gut." Am   Freitag    bevölkerte   die   "Meute"    die   Bühne   am   Sandstrand   und   erspielte   sich   mit   ihrem Spielmannszug     -     Techno     schnell     ein     begeistertes     Publikum.     Weltklasse     Idee, intergalaktischer Sound. Und das aus Hamburg. Keine   ganz   so   weite   Anreise   dürften   Aniyo   Kore    gehabt   haben.   Die   beiden   Dortmunder bannten   mit   ihren   magischen   Sounds   und   ganz   starken   Vocals   ihr   Publikum,   hinderten   mit ihren   aus   der   analogen   Welt   entführten   Samples   auch   Passanten   am   Vorbeieilen   und verzauberten   auch   den   hier   schreibenden   Zufallszuhörer   mit   ihrem   wundervoll   organisch klingenden   Sound,   stets   tanzbarem   Rhythmus   und   doch   einer   musikalischen   Tiefe,   die   zum Zuhören    und    Entdecken    einlädt.    Aniyo    Kore    sind    definitiv    unsere    ganz    persönliche Ruhrgesichter - Festival - Liebe auf den ersten Ton. Sehr   viel   mainstreamiger   und   partytauglicher   ging   es   bei   den   257ers    zur   Sache.   Das   Hip- Hop Duo aus Essen Kupferdreh drehten auf und die Festwiese drehte komplett durch. Remmidemmi   gab   es   zu   guter   letzt   auch   bei   Deichkind .   Die   Show   und   die   Musik   der Hamburger   war   eines   großen   Headliners   würdig,   sie   fuhren   auch   optisch   ganz   groß   auf   mit unzähligen   Kostümen   und   zahlreichen   angefahrenen   Bühnen   Accessoires.      Als   sie   schließlich das   Fass   in   die   Festwiesenmanege   rollten,   verstand   auch   der   letzte   im   Publikum,   warum Deichkind   live   auch   jene   Besucher   -   Minderheit   fasziniert,   die   mit   den   Musikkonserven   der Nordlichter bislang nichts anfangen konnten. Beide   Festivaltage   klangen   neben   einigen   After   Show   Partys   mit   Silent   Dicos   aus.   Auch   nach vielen    Jahren    sind    diese    Kopfhörer    Partys    noch    immer    eine    grandiose    Idee    und    ein Spaßgarant,   wenn   jeder   Besucher   die   Musik   via   Kopfhörer   ins   Ohr   geträufelt   bekommt   und selbst   zwischen      verschiedenen   live   DJs   umschalten   kann.   Einige   der   Ordner   waren   so fasziniert    davon,    der    tanzenden,    stillen    Menschenmenge    zuzuschauen,    dass    selbst    die letzten Stunden ihrer langen Schicht schnell vorüber gingen. Am   Samstag    feierten   rund   35000   Fans   im   weitläufigen   Park   vom   Mittag   bis   tief   in   die Nacht,   freuten   sich   am   bis   auf   einige   wenige   himmlische   Freudentränen   schönen   und   vor allem   sturmwarnungsfreien   Wetter.   Die   Besucher   tanzten   vor   und   zwischen   den   26   Bühnen, auf    denen    mehr    als    100    Künstler    auftraten.    Nur    einige    Besucherinnen    schienen    den gesamten   Festivaltag   in   den   viel   zu   langen   Schlangen   vor   den   320   Toiletten   zu   verbringen. Doch wie wir hören, versprach der Veranstalter hier bereits Besserung für das nächste Jahr. Am   zweiten   Festivaltag   freute   sich   der   Ruhrgesichter   Festival   Schädel   zunächst   nicht   an lauter   Mucke,   sondern   an   den   Autoren   Tobi   Katze    und   Luise   Frentzel    auf   der   Poetry Stage   am   Seerosenteich.   Coole   Texte   und   mehr   als   erfreulich,   dass   sich   soviele   Menschen vor der Poetrybühne einfanden, um Schriftstellern und Wortakrobaten zu lauschen. Was      den      Zustrom      der      Fans      anging,      war      die      knüppelvolle      Festwiese      bei AnnenMayKantereit    kein   Wunder.   Die   Band   um   Henning   May   besitzt   zwar   auch   auf   der Riesenbühne     immer     noch     das     Star-Appeal     einer     Schülerband     und     dennoch:     Die durchdachten    Texte,    die    eingängige,    handgemachte    Musik,    die    rauchige    Stimme    von Henning   May:   All   dies   faszinierte   Fans   aller   Altersklassen.   Zeitlose   Musik   und   ein   Phänomen, dass   man   mit   solch   ehrlicher,   handgemachter   Musik   auch   heute   noch   so   unfassbar   viele junge Menschen begeistern kann.   Ebenso   ehrlich,   allerdings   einen   Löffel   lauter   und   eine   Schöpfkelle   politischer   wurde   es   bei Feine   Sahne   Fischfilet ,   erste   Klasse   Punk   mit   Trompeten   und   plakativen   Texten.   Man muss   nicht   jede   Zeile   davon   unterschreiben   können,   um   bei   dieser   mitreißenden   Band abzugehen. Ein   Headliner   des   Samstags   war   Fritz   Kalkbrenner .   Viel   Feuer,   viel   Konfetti,   viel   Licht,   viel Rauch    und    eingängige    Musik.    Ein    würdiger    Abschluss    des    Bühnenprogramms.    Wir verschwanden   jedoch   frühzeitig,   um   noch   ein   paar   Takte   Moglebaum    zu   hören   und   uns von   der   wundervollen   Stimme   von   Franziska   Geiß   und   den   mit   akustischen   Instrumenten verfeinerten   elektronischen   Beats   in   den   Ruhrpottnachthimmel   tragen   zu   lassen.   Passend dazu   bewies   am   Pferdegöpel   Herr   Licht ,   dass   er   wirklich   Träume   mag.   Und   Herr   Licht   mag Licht, mit dem er die Wege illuminierte. Das    Ruhrgesichter    –    Fazit:    Vielseitiges    Programm,    entspanntes    Publikum    und    eine einzigartige    Location:    Das    war    ein    mitreißendes    Juicy    Beats    2016,    das    heute    schon wahnsinnig Lust macht auf Juicy Beats 2017.
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