BOArocks: Powerwolf in Büren
Feuer frei in den Almeauen
Schon
vor
dem
ersten
Ton
fiel
die
entspannte
Organisation
positiv
auf.
Die
Shuttle-Verbindungen
funktionierten,
das
Sicherheitspersonal
begegnete
den
Besuchern
freundlich
und
professionell.
Einzig
für
Besucher,
die
angesichts
der
Hitze
regelmäßig
isotonisch
nachhopfen
wollten,
entstanden
teils
zu
lange
Wartezeiten.
Auch
die
vorhandenen
Sitzmöglichkeiten,
die
Campingoptionen,
aufgrund
der
Hitze
die
Möglichkeit,
seine
Trinkflasche
wieder
kostenlos
mit
Wasser
aufzufüllen,
ein
bewachter
Fahrradparkplatz
(hallo
@alleanderenfestivals,
bitte
mal
für
eure
nächste
Veranstaltung
prüfen)
und
eine
ansonsten
in
dem
für
die
Besucher
und
Medienvertreter
sichtbaren
Teil
der
Veranstaltung
professionelle
und
außerordentlich
um
das
Wohlergehen
aller
Gäste
bemühte
Orga.
Das
ist
nicht
selbstverständlich,
als
Medienvertreter
kommt
man
rum
und
sieht
da
auch
immer
mal
wieder
ganz
andere
Beispiele.
Also,
liebes
Team
von
„Büren
Open
Air
– BOArocks“: Daumen (oder wahlweise die Pommesgabel) hoch und weiter so!
Den
musikalischen
Auftakt
des
Abends
übernahm
Induction
.
Die
von
Gitarrist
Tim
Hansen
gegründete
Band
konnte
unsere
Redaktion
bereits
bei
früheren
Auftritten
überzeugen
und
stand
nun
vor
der
anspruchsvollen
Aufgabe,
für
ein
Publikum
zu
eröffnen,
das
zu
einem
erheblichen
Teil
bereits
auf
Warkings
und
vor
allem
Powerwolf
fokussiert
war.
Doch
genau
diese
Herausforderung
meisterte
die
Formation
bemerkenswert
souverän.
Bereits
nach
wenigen
Minuten
war
klar,
dass
Induction deutlich mehr als eine Pflichtübung im Vorprogramm darstellten.
Vor
der
Bühne
hatte
sich
schon
früh
eine
respektable
Zuschauermenge
versammelt,
und
die
Reaktionen
fielen
positiv
aus.
Die
Mischung
aus
modernem
Power
Metal,
eingängigen
Melodien
und
technisch
anspruchsvoller
Gitarrenarbeit
funktionierte
hervorragend
unter
freiem
Himmel.
Besonders
Tim
Hansen
und
sein
Gitarrenpartner
präsentierten
sich
als
perfekt
harmonierendes
Duo,
während
Ausnahme-Sänger
Gabriele
Gozzi
mit
beeindruckender
Leichtigkeit
zwischen
kraftvollen Höhen und melodischen Passagen wechselte.
Was
bei
vielen
Vorbands
häufig
fehlt
–
nämlich
die
Fähigkeit,
innerhalb
kurzer
Zeit
echte
Aufmerksamkeit
vom
Warm-Up
Bier
oder
dem
entspannten
Geplauder
am
Würstchenstand
hin
zum
Bühnengeschehen
zu
lenken
–,
gelang
Induction
nahezu
mühelos.
Songs
wie
„Love
Kills“
entwickelten
eine
Dynamik,
die
das
Publikum
schnell
auf
Betriebstemperatur
brachte.
Dabei
profitierte
die
Band
von
ihrem
modernen
Ansatz,
der
klassische
Power-Metal-Tugenden
mit
zeitgemäßen
Elementen verband.
Natürlich
blieb
die
Spielzeit
relativ
knapp.
Genau
hier
zeigte
sich
allerdings
auch
die
einzige
Schwäche
des
Auftritts.
Kaum
hatte
die
Band
richtig
Fahrt
aufgenommen,
war
das
Set
bereits
wieder
vorbei.
Dennoch
hinterließ
Induction
den
Eindruck
einer
Formation,
die
längst
bereit
für
größere
Aufgaben
ist.
Allerdings
müssen
sie
etwas
aufpassen,
dass
sie
nicht
als
ewige
von
der
Kritik
bejubelte
Talente
dauerhaft
im
Talentstatus
verbleiben
und
als
permanenter
Newcomer
in
die
ewigen
Musikjagdgründe
eingehen.
Wir
jedenfalls
wünschen
Ihnen
den
nächsten
großen
Schritt.
Als
Opener
lieferten
Induction
jedenfalls
exakt
das
ab,
was
man
sich
wünschen
konnte:
einen
professionellen,
energiegeladenen
und
musikalisch
überzeugenden
Einstieg
in
einen
langen
Musikabend.
Nach
einer
kurzen
Umbaupause
betraten
Warkings
die
Bühne.
Sie
sorgten
unmittelbar
für
einen
deutlichen
Anstieg
des
Energielevels
im
Publikum,
dass
der
Hitze
tapfer
trotzte.
Während
Induction
noch
vor
allem
über
ihre
musikalischen
Qualitäten
überzeugten,
setzten
Warkings
neben
(nicht
statt!)
musikalischem
Handwerk
von
Beginn
an
auf
maximale
Unterhaltung.
Das
Konzept
der
Band
–
eine
Mischung
aus
historischer
Fantasie,
Krieger-Mythologie
und
klassischem
Power
Metal
–
mag
auf
dem
Papier
etwas
kitschig
wirken,
doch
live
entfaltete
es
eine
erstaunliche
Wirkung,
was
neben
der
unbestreitbaren
musikalischen
Qualität
an den augenzwinkernden Entertainer Qualitäten der Damen und Herren liegt.
Kaum
hatten
die
Musiker
die
Bühne
betreten,
verwandelte
sich
das
Gelände
vor
der
Bühne
bei
Songs
„Armageddon“
oder
natürlich
„Fight“
in
eine
große
Feiergemeinschaft.
Fäuste
reckten
sich
in
die
Höhe,
erste
Circle
Pits
entstanden,
und
die
Band
verstand
es
ausgezeichnet,
die
Zuschauer
aktiv
einzubinden.
Besonders
die
zahlreichen
Call-and-Response-Passagen
sorgten
dafür,
dass
auch
Besucher,
die
mit
dem
Material
weniger
vertraut
waren,
schnell
Teil
der
Show
und
der Horden Spartas wurden. Ahu!
Musikalisch
bewegten
sich
Warkings
erwartungsgemäß
nicht
außerhalb
der
bekannten
Genregrenzen.
Große
Refrains,
hymnische
Melodien
und
kraftvolle
Riffs
dominierten
das
Geschehen.
Doch
gerade
diese
Berechenbarkeit
wurde
an
diesem
Abend
zu
einer
Stärke,
denn
die
Songs
schlugen
wie
Blitze
genau
dort
ein,
wo
sie
hingehören:
Zwischen
die
Ohren
der
begeisterten
Horden.
Die
Songs
entfalteten
live
enorme
Wirkung
und
wurden
vom
Publikum
begeistert
aufgenommen.
Hinzu
kam
die
starke
Bühnenpräsenz
der
gesamten
Besetzung.
Die
Figuren
des
Tribuns,
Spartans,
Crusaders
und
Vikings
wirkten
nie
lächerlich,
sondern
präsentierten
das
Konzept
mit
genau
der
richtigen
Mischung
aus
Ernsthaftigkeit und Augenzwinkern.
Besonders
eindrucksvoll
war
die
Rolle
von
Morgana
le
Fay.
Ihre
Gesangsparts
verliehen
den
Songs
zusätzliche
Dynamik
und
sorgten
für
spannende
Kontraste
innerhalb
der
ansonsten
stark
hymnisch
geprägten
Arrangements.
Immer
wieder
gelang
es
der
Band,
die
Stimmung
weiter
anzuheizen,
bis
die
Almeauen
zeitweise
eher an eine Arena als an ein Stadtfestival erinnerten.
Warkings
bewiesen
eindrucksvoll,
warum
sie
sich
in
den
vergangenen
Jahren
zu
einem
der
erfolgreichsten
modernen
Power-Metal-Acts
entwickelt
hatten.
Sie
lieferten
keine
musikalische
Revolution,
aber
eine
hochgradig
unterhaltsame
Show,
die
perfekt
als
Brücke
zum
Hauptact
funktionierte
und
die
ihnen
viele
neue
Freunde bescherte.
Als
schließlich
die
Sonne
langsam
tiefer
sank
stieg
die
Spannung
spürbar
an.
Schließlich
war
Powerwolf
nicht
irgendein
Headliner.
Die
Band
hatte
sich
in
den
vergangenen
zwei
Jahrzehnten
vom
Geheimtipp
zu
einer
der
größten
Metal-
Institutionen
Europas
entwickelt
und
ist
mittlerweile
Stammgast
auf
den
wichtigsten Festivals des Kontinents.
Bereits
in
den
ersten
Sekunden
wurde
deutlich,
dass
Powerwolf
keinerlei
Kompromisse
eingingen.
Der
Vorhang
fiel
und
Attila
Dorn
erschien
auf
der
Bühne,
während
Flammen
emporstiegen
und
die
riesigen
LED-Wände
zum
Leben
erwachten.
Schon
beim
Opener
explodierte
die
Produktion
förmlich.
Feuerfontänen
schossen
in
den
Abendhimmel,
Lichtblitze
durchzuckten
die
Szenerie,
und
die
gewaltigen
Bildschirme
präsentierten
aufwendig
animierte
Motive.
Man
konnte
durchaus
verstehen,
warum
manche
Kritiker
Powerwolf
gelegentlich
vorwerfen,
die
Show
sei
bis
ins
letzte
Detail
durchgeplant.
Tatsächlich
wirkte
kaum
ein
Moment
spontan.
Jeder
Effekt,
jede
Bewegung
und
jede
Interaktion
schienen
exakt
choreografiert.
Doch
gleichzeitig
musste
man
anerkennen,
mit
welcher
Perfektion
diese
Inszenierung
umgesetzt
wurde.
Die
Band
präsentierte
keine gewöhnliche Metal-Show, sondern ein audiovisuelles Gesamtkunstwerk.
Besonders
beeindruckend
war
die
Qualität
der
LED-Animationen.
Zu
nahezu
jedem
Song
entstanden
eigene
Bildwelten,
die
weit
über
dekorative
Hintergründe
hinausgingen.
Mal
wurden
düstere
Kathedralen
sichtbar,
mal
kämpften
monströse
Kreaturen über die Leinwände, mal dominierten sakrale Symbole die Szenerie.
Musikalisch
setzte
Powerwolf
auf
eine
Mischung
aus
aktuellen
Songs
und
den
größten
Hymnen
ihrer
Karriere.
„Armata
Strigoi“,
„Sinners
oft
he
Seven
Seas“,
„Amen
&
Attack“,
„Incense
&
Iron“,
„Demons
Are
A
Girl’s
Best
Friend“
und
das
herrlich
sakral-„anstössige“
„Stossgebet“
verwandelten
die
Almeauen
in
einen
einzigen
riesigen
Chor.
Kaum
ein
Refrain
verstrich,
ohne
dass
Tausende
Stimmen
ihn
lautstark
begleiteten.
Dabei
zeigte
sich
erneut
die
besondere
Stärke
der
Band:
Ihre
Songs
mögen
strukturell
oft
vergleichsweise
einfach
sein,
doch
genau
diese Eingängigkeit entfaltet live eine enorme Wirkung.
Attila
Dorn
präsentierte
sich
dabei
als
charismatischer
Zeremonienmeister.
Mit
seiner
markanten
Stimme
und
seiner
souveränen
Bühnenpräsenz
führte
er
das
Publikum
durch
die
rund
zweistündige
Show.
Unterstützt
wurde
er
dabei
von
Christian
Jost
-also
known
as
Falk
Maria
Schlegel-,
der
erneut
bewies,
warum
er
zu
den
wichtigsten
Bestandteilen
des
Powerwolf-Erfolgs
gehört.
Das
Zusammenspiel der beiden wirkte ebenso unterhaltsam wie routiniert.
Zu
den
stärksten
Momenten
des
Abends
gehörte
zweifellos
„Where
The
Wild
Wolves
Have
Gone“.
Nach
all
den
Feuerfontänen,
Explosionen
und
hymnischen
Mitsingpassagen
entstand
plötzlich
eine
fast
intime
Atmosphäre,
während
Falk
Maria
Schlegel
an
einem
brennenden
Klavier
saß
und
Attila
Dorn
den
Song
mit
bemerkenswerter
Intensität
interpretierte.
Es
war
einer
jener
seltenen
Festivalmomente,
in
denen
selbst
die
(meisten…)
lautesten
Besucher
für
einige
Minuten verstummten.
Beeindruckend
war
außerdem
die
Konsequenz,
mit
der
die
Band
ihr
Publikum
einband.
Was
auf
dem
Papier
ermüdend
klingen
könnte,
entwickelte
live
eine
fast
hypnotische
Wirkung.
Die
Menge
ließ
sich
bereitwillig
auf
jedes
Ritual
ein
und
wurde damit selbst zum Teil der Inszenierung.
Der
reguläre
Setblock
endete
mit
„We
Drink
Your
Blood“,
das
die
Stimmung
noch
einmal
auf
einen
Höhepunkt
trieb.
Die
anschließenden
Zugaben
mit
„Sanctified
With
Dynamite“,
„Blood
For
Blood
(Faoladh)“
und
„Werewolves
Of
Armenia“
sorgten
schließlich
für
einen
triumphalen
Abschluss.
Noch
einmal
sangen
Tausende Besucher jede Zeile mit, bevor die Band sich verabschiedete.
Als
die
Menschen
langsam
auf
den
Heimweg
machten,
blieb
vor
allem
ein
Eindruck
zurück:
Powerwolf
hatten
eindrucksvoll
demonstriert,
warum
sie
heute
zu
den
größten
Metal-Liveacts
Europas
zählen.
Als
Live-Erlebnis
ist
diese
Produktion
momentan
kaum
zu
übertreffen.
Die
Kombination
aus
spektakulärer
Inszenierung,
professioneller
Performance,
enormer
musikalischer
Qualität
und
außergewöhnlicher
Publikumsbindung
setzte
Maßstäbe.
Am
Ende
war
die
Bühne
trotz
massiver
Versuche
der
drei
Bands
weder
vollständig
niedergebrannt,
noch
auseinandergerockt.
Das
wird
auch
Sarah
Conner
gefreut
haben,
die
am
Folgetag
ihren Auftritt haben sollte.
Gleichzeitig
zeigte
das
Büren
Open
Air
–
BOArocks
2026,
dass
große
Konzerterlebnisse
nicht
zwangsläufig
in
riesigen
Metropolen
stattfinden
müssen.
Gerade
die
Verbindung
aus
historischer
Kulisse,
familiärer
Atmosphäre
und
hochkarätigem
Line-up
machte
den
besonderen
Reiz
dieser
Veranstaltung
aus.
Induction
überzeugten
als
versierter
Opener,
Warkings
lieferten
eine
mitreißende
Power-Metal-Party,
und
Powerwolf
krönten
den
Abend
mit
einer
Show,
die
in
Erinnerung
bleiben
wird.
Für
das
BOArocks
war
dieser
Metal-Freitag
nicht
nur
ein
weiterer
Programmpunkt
in
der
Festivalgeschichte,
sondern
ein
Ereignis,
das
den
Ruf
der
Veranstaltung
nachhaltig
festigen
dürfte.
Wir
vergeben
unbestechlich
und
verschwitzt
10
von
9
möglichen
Pommesgabeln
für
das
rundum
gelungene
Gesamtpaket.