RuhrGesichter

DAS CASTLE ROCK FESTIVAL IM SCHLOSS

BROICH IN MÜLHEIM AN DER RUHR

Nachdem   in   den   letzten   Berichten,   die   ich   (vor   x   Jahren   im   Auftrag einer    Detektei:    Fakten,    Fakten,    Fakten...)    geschrieben    habe,    die eigene   Meinung   außen   vor   bleiben   musste,   darf   ich   mich   hier   mit einem   sehr   persönlichen   Feedback   zum   diesjährigen   Castle   Rock   in Mülheim an der Ruhr austoben. :-) Vorweg    schon    mal    so    viel:    es    war    mein    erster    Festivalbesuch überhaupt, aber mit absoluter Sicherheit nicht mein letzter!
© Ruhrgesichter

We give our hearts to Castle Rock

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Freitagnachmittag    auf   dem   Weg   zum   Festival:   Es   drängeln   sich   -   wie   immer   -   viel   zu viele   Autos   auf   den   Straßen.   Das   Navi   des   Fotografen   besteht   darauf,   die   Autobahn   zu verlassen,    um    einen    Abstecher    in    die    Essener    Außenbezirke    zu    unternehmen.    Kaum verwunderlich   -   schließlich   wohnen   in   Navis   eigenwillige   kleine   Frauen,   die   Göttinnen   der Straßenkarten,   deren   Wege   unergründlich   sind   und   denen   man   manchmal   besser   ihren Willen    lässt...    So    erreichen    wir    immer    noch    einigermaßen    pünktlich    den    Ort    des Geschehens,   das   Schloss   Broich.   Positiv:   es   gibt   ausreichend   Parkplätze   in   unmittelbarer Nähe und zu einem absolut fairen Preis! Beim    Betreten    des    Schlosshofs    löst    sich    meine    gespannte    Erwartung    in    sofortigem Wohlfühlen   auf.   Die   ersten   Klänge   der   Münchner   Darkrocker   Schöngeist    schallen   uns entgegen,   der   Platz   ist   schon   gut   gefüllt.   Klar,   dass   die   erste   Band   des   Abends   es   nicht gerade   leicht   hat,   die   volle   Aufmerksamkeit   der   Besucher   zu   bekommen.   Letztere   sind   zum großen   Teil   noch   damit   beschäftigt,   das   Gelände   in   Besitz   zu   nehmen,   Getränkemarken   zu besorgen,   Freunde   und   Bekannte   zu   begrüßen   oder   den   ersten   Lumpen   totes   Tier   zu verspeisen,    die    ausgezeichnete    chinesische    Nudelpfanne    und/oder    leckere    Pommes. Schöngeists   Musik   gefällt,   auch   wenn   sich   das   aus   o.g.   Gründen   leider   nicht   vollständig   in der Anzahl der vor der Bühne versammelten Menschen abbildet. Es   folgt   Voodoma s   Dark   Metal,   die   u.a.   mit   einem   großartigen   Duett   mit   Gastsängerin Maike   von   Mayze   aufwarten.   Nachdem   die   dringendsten   menschlichen   Bedürfnisse   gestillt sind,   läuft   sich   auch   das   Publikum   warm.   Der   Zauber   der   wunderbaren   Band   Xandria    sorgt dafür,   dass   der   große   Castle   Rock   -   Egregor   weiter   mit   Energie   gefüttert   und   mit   Leben erfüllt   wird.      Xandria   interagiert   deutlich   mehr   mit   dem   Publikum   als   die   beiden   ersten Bands, was mit Begeisterung angenommen wird. Als    Meister    dieser    Kunst    erweisen    sich    The    Lord    of    the    Lost    Ensemble     bzw.    der Frontmann   Chris   Harms,   der   dem   Publikum   nicht   nur   eine   Reise   zu   Klassik,   Rock   und   Metal präsentiert, sondern die Zuschauer mitnimmt und Teil der Performance werden lässt. Das   The   Lord   of   the   Lost   Projekt   mit   Unterstützung   ihres   ex-Drummers   Disco   (jetzt   bei Blutengel)    und    einem    kleinen,    feinen    Kammerorchester    begeistert    das    Publikum    mit Neuinterpretationen      bekannter      The      Lord      of      the      Lost      Titel.      Inmitten      von "scheibenwischenden",   winkenden,   Pommesgabel   reckenden,   singenden,   tanzenden   und feiernden    Menschen    wird    dieser    abschließende    Act    des    Abends    auch    für    mich    zum Höhepunkt   des   Tages.   We   give   our   hearts   to   The   Lord   of   the   Lost.   Nicht   nur   ein   sehr magischer Titel, sondern gewirkte Magie! Die   Alternativ   Gothic   Rocker   Eigensinn    heizen   dem   Publikum   als   erste   Band   des   Tages schon   am   Samstagmittag    tüchtig   ein;   für   nicht   wenige   Festivalbesucher   offensichtlich noch   nachtschlafende   Zeit.   Eigensinn   übergibt   an   Still   Patient? ,   die   anfangs   ein   wenig Pech   mit   dem   Wetter   haben,   denn   gerade   als   ihr   Zeitslot   beginnt,   versucht   ein   kräftiger Regenschauer   die   Festivalbesucher   von   allen   Sünden   rein   zu   waschen,   was   satanseidank nur   teilweise   und   vorübergehend   gelingt.   Still   Patient?   fallen   durch   ihre   extrem   puristische Bühnendeko   auf;   nichtsdestotrotzdem   überzeugen   sie   musikalisch   definitiv.   Stoneman   übernimmt    und    die    sympathischen    Schweizer    schaffen    es    mit    Unterstützung    eines überraschenden   Goldregens   auch   die   Augenringe   der   letzten   übernächtigten   Zuschauer fortzuzaubern. Während   die   Dark   Rocker   :-)   von   DARKHAUS    den   Reigen   fortsetzen,   beschließen   wir,   uns ein    wenig    die    Füße    zu    vertreten    und    die    Einsatzbereitschaft    des    TV-Gerätes    in    der Gaststätte   der   Turbinenhalle   für   das   an   diesem   Abend   anstehende   EM-Spiel   Deutschland   - Italien   zu   prüfen.   Nach   erfolgreich   abgeschlossener   Mission   trödeln   wir   zurück   zum   Schloss, wo   Janus    gerade   bei   den   Tonproben   ist   und   stellen   fest,   dass   der   Schlosshof   sich   im Nullkommafastnix   bis   zum   Anschlag   mit   Besuchern   gefüllt   hat.   Full   House!   Fotograf   macht sich auf zur Arbeit, Yours Truly sortiert sich feierbereit in der Zuschauermenge ein. Janus   war   mir   als   Band   bislang   nicht   bekannt   und   ich   weiß   jetzt   auch,   warum.   Musik   und Professionalität:   ganz   großes   Kino.   Ehrlich!   Texte:   bitte   nicht.   Fotograf   empfindet   ähnlich und    wir    beschließen,    die    Zeit    zu    nutzen,    um    Essen    zu    fassen.    Ein    Gedanke,    den offensichtlich   nicht   wir   allein   haben,   denn   die   Warteschlage   reicht   fast   bis   zum   Ausgang. Kommentar   des   Fotografen:   in   den   Pausen   ist's   hier   voll,   wenn   Janus   spielt:   voller.   Zu Janus'   Ehrenrettung:   vielen   Leuten   gefällt   es.   Die   Geschmäcker   sind   eben   verschieden   und das ist auch gut so. Frisch   gestärkt   bin   ich   bereit   für   meinen   (wiederum)   persönlichen   Höhepunkt   des   Festivals: Lord    of    The    Lost .    Wie    am    Vortag    versprochen,    erscheint    die    Band    diesmal    "mit Schuhkrem   bis   zum   Hals"   und   rockt   die   Hütte,   äh   -   das   Schloss,   von   der   ersten   bis   zur letzten   Sekunde.   Feiern,   Tanzen,   Singen   bis   zum   Abwinken.   Geiler   geht's   nimmer.   Mir   fehlen die    Superlative.    :-)    Einfach    nur    großartig,    angefangen    von    der    Songauswahl    über Performance,   Sound,   Interaktion   mit   dem   Publikum.   Vorbildlich.   Damit   ist   eigentlich   alles gesagt.    Dies    sind    Momente,    die    mein    Leben    bereichern.    Mein    ganz    persönliches Dankeschön! Vom   zweiten   Headliner   MONO   Inc.    hatte   man   mir   am   Morgen   eine   CD   vorgespielt   und   ich dachte:   naja,   ganz   nett,   aber   nicht   meins.   Als   MONO   Inc.   schließlich   aufspielt,   kann   ich kaum   glauben,   dass   es   sich   um   die   gleiche   Band   handelt,   was   man   mir   aber   glaubhaft versichert.   Auch   MONO   Inc.   rockt!   Voller   Begeisterung   geht   das   Publikum   mit   und   begleitet enthusiastisch   einen   merklich   gut   gelaunten   Martin   Engler   und   Co.   durch   den   gelungenen Mix   aus   eigenen   und   Cover-Songs.   Fotograf   und   Yours   Truly   beschließen,   dass   es   sich absolut   lohnt,   bis   zum   Ende   zu   bleiben   und   das   Fußballspiel   nebenbei   auf   dem   Smartphone zu verfolgen. Um   22.00   Uhr   betritt   "Burgherr"   Michael   Bohnes    die   Bühne,   offensichtlich   um   ein   paar abschließende     Worte     zu     sprechen     und     die     Musiker     höflich     von     der     Bühne     zu komplimentieren.   Eine   Situation,   die   MONO   Inc.   nutzt,   um   allen   Festivalbesuchern   die Gelegenheit    zu    geben,    uns    auf    Isländer-Art    bei    Michael    Bohnes    zu    bedanken.    Die Ruhrgesichter schließen sich hier noch einmal aus vollem Herzen an: HU! *klatsch*   MONO   Inc.   spielen   noch   ein   paar   Songs   bis   endgültig   die   Lichter   ausgehen   und   einem zufriedenen Publikum den restlichen Samstagabend zur freien Gestaltung überlassen. :-) Fotograf   und   ich   kleben   am   Smartphone   bis   zum   Elfmeterschießen,   als   ohne   Vorwarnung die   Internetverbindung   abbricht   und   trotz   aller   Bemühungen   nicht   mehr   aufzubauen   ist. Den erfolgreichen Abschluss von "La Mannschaft" erleben wir dank Autoradio dennoch mit. (Am   folgenden   Morgen   habe   ich   übrigens   herausgefunden,   was   es   mit   dem   plötzlichen Netzverlust     auf     sich     hatte:     lag     einzig     und     allein     an     meiner     Dösbaddeligkeit. Datenbegrenzung   am   Smartphone   auf   3GB   eingestellt...   Wer's   dem   Fotografen   verrät,   muss die Songtexte von Janus auswendig lernen! So.) Fazit:   Eine   rundum   gelungene   und   perfekt   organisierte   Veranstaltung,   die   alle   Erwartungen im   positivsten   Sinne   erfüllt   und   auch   den   Musikern   merklich   Freude   bereitet   hat.   An   dieser Stelle   auch   ein   großes   Dankeschön   an   die   Stadt   Mülheim   an   der   Ruhr,   die   dies   alles   möglich macht! Yours Truly, Ki
The Guitar Is On Fire :-)
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