RuhrGesichter

…an der Kokerei Zollverein in Essen

Im      Sommer      besuchten      die      RUHRGESICHTER      bereits      das Werksschwimmbad   auf   dem   Gelände   der   Kokerei   Zollverein,   nun eröffnete     die     wohl     schönste     und     ungewöhnlichste     Eisbahn Deutschlands ihre Pforten. Schlittschuhlaufen    auf    einer    Streckenlänge    von    150    Metern    im ehemaligen   Löschgleisbecken   entlang   der   Koksöfen   ist   einfach   eine richtig   gute   Idee   in   grandioser   Kulisse.   Aber   Vorsicht:   Die   Bahn   hat nur    bis    zum    04.    Januar    geöffnet,    also    schnell    die    Schlittschuhe putzen   und   die   Eisbahn   besuchen.   Die   RUHRGESICHTER   trafen   dort auf   viele   gut   gelaunte   Menschen,   die   teilweise   von   weither   anreisten und   sich   sympathischer   weise   auch   dann   noch   über   unsere   Kamera freuten, wenn eine Pirouette mal wieder auf dem Eis endete. So   glitten   einige   Kufenkünstler   -   wie   z.B.   die   mehrfach   auf   den Bildern   verewigte   Antonia   -   elegant   über   das   Eis,   andere   nahmen gelegentlich   lieber   den   einen   oder   anderen   hilfreichen   Pinguin   (siehe Bildergalerie)   zur   Fortbewegung   zur   Hilfe.   Neben   der   Eisbahn   gibt   es die   Möglichkeit   sich   im   Eisstockschießen   zu   messen   oder   sich   bei Glühwein,    Flammkuchen    und    der    einen    oder    anderen    Leckerei aufzuwärmen und zu stärken.  Als   wir   nach   unserem   Besuch   die   Kamera   verstaut   hatten   und   uns aufmachen   wollten   zum   Parkplatz,   rief   uns   ein   offenbar   hungriger Mitfahrer   zu:   „Watte,   ich   geh   noch   ma   wacka   nache   Pommes.“   Und da wussten wir: Wir sind zuhause im Ruhrpott.
© Ruhrgesichter

Die Eisbahn…

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Von   1851   bis   1986   wurden   auf   Zollverein   jährlich   bis   zu   3,7   Millionen   Tonnen   Steinkohle   abgebaut, knapp 7000 Beschäftigte gingen hier in Spitzenzeiten ihrer Arbeit nach. Heute   wurde   die   Industriestruktur   zur   Industriekultur:   Diese   vormals   größte   Zeche   der   Welt      gehört   seit 2001   mit   der   benachbarten   ehemals   größten   Kokerei   Europas   zum   Weltkulturerbe   der   UNESCO   und beherbergt      zahlreiche      Ausstellungen,      Werkstätten,      Museen,      Gastronomiebetriebe      und      das Choreographische Zentrum Nordrhein-Westfalen.  Seit    2010    befindet    sich    das    stets    sehenswerte    und    vielseitige    Ruhr-Museum    in    der    ehemaligen Kohlenwäsche   und   bringt   dem   Besucher   in   einer   Dauerausstellung   die   Geschichte   des   Ruhrpotts   näher. Die   100   Hektar   große   Fläche   bietet   den   jährlich   rund   1,5   Millionen   Besuchern   eine   so   große   Fülle   an Möglichkeiten,   dass   eine   Auflistung   an   dieser   Stelle   den   Rahmen   sprengen   würde.   Wir   verweisen   hier gern an www.zollverein.de und geben den Tipp, einen Besuch etwas vorzubereiten. Bei   unseren   bisherigen   Besuchen   trafen   wir   immer   wieder   auf   Besucher,   die   nur   ein   oder   zwei   Stunden Zeit   eingeplant   haben,   um   „die   Zeche“   zu   besuchen   und   orientierungslos   über   das   Gelände   liefen, offenbar überrascht von der Größe und Vielseitigkeit des Areals und des Angebotes. Kurzum:   Die   Zeche   lebt.   Es   haben   sich   viele   Gewerbebetriebe   dort   angesiedelt,   das   Gelände   atmet Kunst,   Design   und   Kultur.   Und   dies   ohne   in   Schönheit   zu   sterben,   denn   auch   die   Außenflächen   werden erkennbar   von   der   Bevölkerung   angenommen:   Es   wird   gespielt,   Sport   getrieben,   geradelt   und   gestaunt was   das   Zeug   hält.   Verantwortlich   für   den   Erhalt   und   die   Entwicklung   der   Zeche   Zollverein   ist   die gleichnamige    Stiftung,    deren    Mitarbeiter    ganz    offensichtlich    im    Großen    eine    herausragende    Arbeit abliefern   und   im   Kleinen   auch   für   uns   RUHRGESICHTER   nun   zum   wiederholten   Male   freundliche   und kompetente Ansprechpartner waren. Danke dafür.

Zeche & Kokerei Zollverein