RuhrGesichter

Laura auf der Halde Haniel         

in Bottrop

Laura,   unser   Ruhrgesicht   des   Monats,   erwanderte   mit den    Ruhrgesichtern    die    Halde    Haniel    in    Bottrop, immerhin   mit   einer   Höhe   von   159   Metern   eine   der höchsten Halden des Ruhrgebietes. Vom   Kleekamp   ausgehend   führt   ein   sonderbarer   Mix aus    Bergbaulehrpfad    und    Kreuzweg    auf    die    Halde, dessen    Ende    seit    1992    ein    großes    „Gipfelkreuz“ markiert.   In   jedem   Jahr   zu   Karfreitag   findet   hier   eine beeindruckende    Prozession    statt.    Das    „Gipfelkreuz“ steht      durch      weitere      Aufschüttungen      allerdings mittlerweile   nicht   mehr   auf   dem   höchsten   Punkt   der Halde.    Diesen    markieren    seit    2002    ca.    einhundert Bahnschwellen   der   archaisch   anmutenden   Installation „Totems“ des Bildhauers Agustin Ibarrola. Die   „Totems“   zieren   seitdem   unzählige   Fotos   und,   wie es   unserer   Zeit   entspricht,   wurde   scheinbar   jedes   Foto ins   Internet   geschoben,   vom   Handyschnappschuss   bis zum   Profibild.   Tatsächlich   gibt   es   kaum   eine   Tageszeit, zu   der   man   nicht   den   einen   oder   anderen   Fotografen dort   oben   trifft,   der   geduldig   darauf   wartet,   dass   die Sonne malerisch die Installation hinterleuchtet. Auch    wir    versuchten    uns    also    nun    fotografisch    an dieser   Location,   wollten   jedoch   einen   neuen   Aspekt   mit einbringen:   Und   so   tanzte   Laura   einfach:   Sie   tanzte   an den   Totems,   sie   tanzte   mit   den   Totems,   bewegte   sich mit    dem    Wind,    das    tief    aus    den    Schächten    der Steinkohlezeche     Prosper-Haniel     geborgene     Gestein unter   den   Füßen.   Auch   der   Fotograf   sprang   –wenn auch   nicht   ganz   so   anmutig–   um   die   Tanzende   herum und   so   manch   ein   Radfahrer   fiel   ob   des   Anblickes,   den das   Shooting   und   vor   allem   natürlich   Laura   bot,   fast vom Sattel. Laura selbst sagte über das Shooting auf der Halde: „Super    cooles,    weil    ungewöhnliches    Shooting.    Die Location,   hoch   oben   auf   einer   Halde   mit   Blick   über   das Ruhrgebiet.   Und   ich   tanze   da   in   meinem   orientalischen Kostüm    zwischen    gelegentlichem    Nieselregen    und starken   Windböen   herum-   man   sollte   nicht   glauben, wieviel    Spaß    so    etwas    machen    kann!    Ich    selbst vergesse   beim   Tanzen   einfach   gerne   mal   alles,   auch die Kälte, die an diesem Tag herrschte. Aber   das   war   egal,   dafür   konnte   ich   mich   einfach   mal komplett    austoben,    ohne    großartig    auf    Mimik    oder Körperspannung achten zu müssen. Einfach nur tanzen :). Gegensätze   ziehen   sich   ja   bekanntlich   an   und   hier   hat auf   den   ersten   Blick   einfach   mal   gar   nichts   zusammen gepasst.     Vermutlich     genau     deshalb     sind     dabei unglaublich   besondere   Bilder   entstanden.   Ein   Hoch   auf den       Fotografen       und       seinen       Riecher       für Außergewöhnliches!“ Tatsächlich   war   es   ein   ganz   großartiges   Shooting   an diesem   ganz   besonderen   Ort.   Im   Hintergrund   ist   auf einigen     Bildern     übrigens     das     Amphitheater     der Bergarena   mit   800   Sitzplätzen   zu   sehen,   in   der   immer mal       wieder       interessante       Kulturveranstaltungen stattfinden. Für     die     Haldenwanderer     unter     unseren     Lesern empfehlen    wir    eine    schöne    Tour    vom    Bergwerk Prosper-Haniel    Schacht    10    am    Alten    Postweg    in Bottrop   ausgehend   (beim   Schichtwechsel   hört   man   von den   Kumpeln   hier   noch   ein   ehrliches   „Glück   auf!“.   Wie lange   wohl   noch?),   an   Heidhof-   und   Heidsee   vorbei über   die   Grafenmühle   bis   zur   Halde   Haniel.   Es   lohnt sich! Laura über sich: „Ich   bin   21   Jahre   alt   und   habe   im   Mai   2014   das   Modeln für   mich   entdeckt.   Die   Idee   dazu   kam   zufällig   und   es war von Beginn an nur als schönes Hobby gedacht. Vor   der   Kamera   zu   stehen,   macht   mir   unglaublich   viel Spaß.   Von   mal   zu   mal   lernt   man   besser,   seinen   Körper richtig   in   Szene   zu   setzen,   mit   der   eigenen   Mimik   und Ausstrahlung   zu   spielen   und   ich   bin   jedes   Mal   von neuem   überrascht,   wenn   ich   die   Ergebnisse   sehe.   Man bekommt    jedes    Mal    ein    völlig    neues    Bild    von    sich selbst,   ganz   anders,   als   sich   im   Spiegel   zu   betrachten, denn   wieviele   Facetten   ein   Mensch   allein   haben   kann, ist immer wieder beeindruckend. Außerdem   waren   alle   Fotografen,   mit   denen   ich   bisher das    Glück    hatte,    shooten    zu    dürfen    unglaublich sympathisch     und     sehr     professionell.     Bei     einer entspannten    Atmosphäre,    in    der    auch    mal    gelacht werden   darf,   kann   man   sich   sicher   sein,   am   Ende   ein paar   tolle   Fotos   im   Kasten   zu   haben,   mit   denen   sowohl Model       als       auch       Fotograf       zufrieden       sind. Zusammengefasst   ist   das,   neben   dem   orientalischen Tanz    und    der    Schauspielerei,    eines    der    schönsten Hobbies,   was   ich   bisher   hatte   und   ich   hoffe,   ich   kann es noch lange Zeit weiter ausüben.“ Das   hoffen   wir   auch   und   können   schon   verraten,   dass es   bereits   weitere   tolle   Ruhrgesichter   Shootings   mit Laura gegeben hat.
© Ruhrgesichter

Der Tanz mit den Totems

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