RuhrGesichter

Lisa aus Bochum führte

RUHRGESICHTER.de auf die Halde

Hoheward zwischen Recklinghausen und

Herne und damit in die größte

Haldenlandschaft des Ruhrgebietes.

Wie    von    den    Ruhrgesichtern    gewohnt,    nahmen    wir    den Besuch   zum   Anlass   Lisa,   die   Halde   Hoheward   und   Lisa   mit der Halde Hoheward ausgiebig fotografisch zu verewigen. Die   Halde   entstand   aus   Schüttungen   des   Abraumes   aus   den umliegenden    Bergwerken.    Für    den    nicht    ortskundigen Haldenwanderer   ist   es   heute   ein   seltsames   Gefühl,   einen künstlichen    Berg    aus    Gestein    zu    erklimmen,    das    vor wenigen   Jahrzehnten   noch   tief   in   der   Erde   ruhte.   Die   Halde wächst   im   östlichen   Teil   auch   heute   noch   weiter   und   wird aufgeschüttet.   Trotz   der   voranschreitenden   Arbeiten   kann die   Halde   vollständig   erwandert   und   auf   einer   6   km   langen Balkonpromenade        umrundet        werden,        die        11 Aussichtsplattformen    verbindet.    An    dieser    Stelle    seien Wandertouren   über   die   Halden   des   „Ruhrpotts“   ausdrücklich empfohlen;    das    Nebeneinander    von    Industrie,    Mensch, Kunst   &   Natur,   von   lärmender   Großstadt   und   stillen   Oasen ist in dieser Form einzigartig in Europa.
© Ruhrgesichter

Lisa auf der Halde Hoheward

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Wanderer   starten   am   besten   am   Parkplatz   „Am   Handweiser“,   Herner   Str.198   in   Herten   und beginnen   dort   den   Aufstieg   über   die   529   Stufen   der   Himmelsstiege   zum   Gipfel   mit   dem Horizontobservatorium   mit   88   Metern   Durchmesser   als   moderne   Version   prähistorischer Stätten   zur   Himmelsbeobachtung.   Da   die   Himmelsbögen   bereits   –kaum   errichtet–   Risse auswiesen,   wurde   das   Observatorium   2009   gesperrt   und   wird   wohl   frühestens   2015   wieder zugänglich    sein.    Das    Gipfelplateau    ist    mit    seiner    phantastischen    Aussicht    über    das Ruhrgebiet jedoch in jedem Fall ein lohnendes Ziel. Auf   dem   südlichen   Plateau   der   Halde   steht   ein   Edelstahl   –   Obelisk   als   Teil   einer   großen Sonnenuhr,   die   dem   Besucher   dank   der   zahlreichen   Hinweise   eine   exakte   Ablesung   der Uhrzeit und des Datums erlaubt. Am   Fuße   der   Halde   wird   diese   mit   dem   Gelände   der   Zeche   Recklinghausen   II,   die   wir   zu einem    späteren    Zeitpunkt    vorstellen,    durch    eine    Fußgängerbrücke    verbunden,    die sogenannte   Drachenbrücke,   die   sich   in   Form   eines   Drachen   –   Skelettes   über   die   Cranger Straße    schlängelt.        Von    der    Drachenbrücke    aus    kann    der    Wanderer    nun    durch    den Stadtteilpark     Hochlarmark     zum     Parkplatz     zurücklaufen     oder     oberhalb     der     Brücke haldenseitig die Halde weiter über die Balkonpromenade umrunden. Lisa,   25,   studiert   in   Bochum   Medizin   und   ist   angehende   Kinderärztin.   Was   verbindet   sie   mit dem Ruhrgebiet? „Wenn   ich   an   das   Ruhrgebiet   denke,   fällt   mir   neben   meiner   Unistadt   Bochum   sofort   meine Geburtsstadt   Essen   ein.   Während   meiner   Kindergartenzeit   in   Essen   war   ich   oft   mit   meinen Eltern   am   Baldeneysee,   das   habe   ich   in   sehr   guter   Erinnerung.   Besonders   schätze   ich   am Ruhrgebiet    die    Bodenständigkeit,    Ehrlichkeit    und    Direktheit    der    Menschen.    Bei    den Ruhrpottlern   weiß   man   in   der   Regel   schnell,   woran   man   ist.   Außerdem   finde   ich   es   toll, dass   immer   etwas   los   ist.   Vor   allem   kulturell   bietet   das   Ruhrgebiet   auf   engstem   Raum   super viele Möglichkeiten.“