RuhrGesichter

Steampunk in der Jahrhunderthalle

In    der    geschichtsträchtigen    Jahrhunderthalle    zu    Bochum fand   der   2.   Steampunk   Jahrmarkt   statt   und   lud   die   heran geströmten   Besucherscharen   erneut   ein   zu   einer   Zeitreise   á la Jules Verne. Nach   dem   überragenden   Erfolg   des   Vorjahres   –   bei   einigen kleineren     organisatorischen     Stolperern     –     wurde     der zunächst    gefasste    Vorsatz    den    Jahrmarkt    auf    zwei    Tage auszudehnen   wieder   verworfen.   Dafür   wurde   er   deutlich verlängert,   startete   bereits   um   10:00   Uhr   und   erfreute   die Besucher bis nachts um 1:00 Uhr. Gerade       die       Abendstunden       hielten       atmosphärisch beeindruckende Momente bereit. Das    Fazit    vorweg:    Steampunk-eyewear,    die    Historische Gesellschaft      Deutscher      Schausteller      e.V.      und      die Jahrhunderthalle   Bochum   haben   aus   dem   auch   schon   tollen Vorjahresmarkt      gelernt      und      den      Besuchern      eine phantastische   Zeitreise   in   die   Jahrhundertwende   des   19. Jahrhunderts    ermöglicht:    Eine    Vielzahl    von    historischen Fahrgeschäften   (nicht   immer   ganz   viktorianisch…)   erwartete die   Gäste   ebenso   wie   ein   viktorianischer   Markt   und   gute Live Musik im Rahmen eines Bühnenprogramms.
© Ruhrgesichter

Zurück in die Zukunft II:

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Wenn   dies   alles   unter   einem   Dach   stattfindet,   so   ist   es   naheliegend,   dass   dem   einen   zu   viel „Kommerz“   vor   Ort   ist   und   sich   der   nächste   vielleicht   mit   der   Musik   nicht   anfreunden   kann, doch   es   gelang   ein   großartiges   Fest,   an   dem   H.G.   Wells   oder   Jules   Verne   sicherlich   große Freude gehabt hätten. Das   Abacus   Theater   war   wie   im   Vorjahr   als   Walking   Act   mit   einer   Zeitmaschine   unterwegs, die    Band    Poison    Garden    und    MonokelPop    sorgten    für    musikalische    Unterhaltung,    die Fantasyautorin   Ann-Kathrin   Karschnick   bat   zur   Lesung,   es   gab   viktorianischen   Stock-   und Fechtkampf   zu   sehen   und   vieles,   vieles   mehr.   In   allererster   Linie   standen   jedoch   die Besucher    selbst    im    Mittelpunkt    der    Veranstaltung:    Mit    viel    Phantasie,    Dampf    und Leidenschaft    wurden    hier    Kostüme    geschneidert,    Accessoires    zusammengeschraubt, verschweißt,   vernagelt   und   über   zahnradbetriebene   Mechanik   in   Bewegung   gesetzt,   die ihresgleichen   suchen.   Der   Retro-Futurismus   der   Steampunkbewegung   beheimatet   bereits seit   den   1980er   Jahren   kunstgattungsübergreifend   zahlreiche   kreative   Menschen,   die   in viktorianischen   Kleidungsstil   gewandet   in   einer   ästhetisierten   Welt   wandeln,   die   in   den Zukunftssichten   der   Vergangenheit   wurzeln,   uns   heute   also   dennoch   veraltet,   schräg   und alternativ erscheinen mit all den Bolzen und Zahnrädern. Es   war   ein   rauschendes   Fest,   das   keine   Argumente   lieferte,   warum   es   2017   nicht   heißen sollte: Zurück in die Zukunft III.   Die Ruhrgesichter laden herzlich dazu ein, in unsere Bilder Galerie zu schauen. Ein Interview mit Steampunks ist hier nachzulesen.   Dusty   Steampott,   Steampunk   Model   aus   dem   Ruhrgebiet,   stieg   mit   uns   in   den   sauerländer Philipstollen. Die Fotos und die Geschichte dazu gibt es hier zu sehen. Mehr Steampunk Bilder finden sich hier. Ein ausführlicher Bericht über den 1. Jahrmarkt ist hier verlinkt.