RuhrGesichter Bilsteinhöhle, Balver Höhle, Reckenhöhle und Hönnetal, Schieferbau Nuttlar, Fledermaustunnel.

Zurück in den Unterwelten

Auch    für    den    zweiten    Teil    unserer    Reihe    begaben    wir    uns    wieder    hinab    in    Tunnel,      Bergwerke   und   Höhlen   und   möchten   unseren   Lesern   heute   weitere   tolle   Ausflugsziele vorstellen.  Die Bilsteinhöhle in Warstein Zahlreiche    Höhlen    gibt    es    in    und    um    Warstein,    eine    davon    ist    bereits    seit    1888    als Schauhöhle   ausgebaut   und   für   den   Publikumsverkehr   zugänglich.   Die   Bilsteinhöhle   liegt traumhaft   schön   in   einem   kostenlos   zugänglichen   Wildpark,   in   dem   Besucher   auf   einem großen   Rundweg   Füchse,   Wildschweine,   Rotwild,   Waschbären   und   Luchse   beobachten können.   Es   gibt   einen   schönen   Waldspielplatz   und   eine   Waldwirtschaft.   Die   Bilsteinhöhle selbst   ist   im   Rahmen   von   Führungen   zu   besuchen;   die   Führung   selbst   ist   ebenso   informativ wie   alle   anderen   Höhlenführungen   in   Deutschland;   irgendwann   wird’s   halt   langweilig.   Dies kann   man   natürlich   den   Höhlenführern   nicht   anlasten   und   irgendwer   ist   ja   immer   dabei,   der das   erste   Mal   in   einer   Höhle   steht.   Der   Besucherweg   ist   rund   400   Meter   lang,   die   Höhle   ist ausgesprochen sehenswert. Wir   vergeben   7   Unterweltspunkte   für   eine   sehenswerte   Höhle   und   3   Extrapunkte   für   den Wildpark, das ergibt ehrenvolle 10/10 Unterweltspunkte für die Bilsteinhöhle und den Park. Bilsteinhöhle/Bilsteintal Im Bodmen 52 59581 Warstein http://www.bilsteintal.de/ Balver Höhle Die     Balver     Höhle     im     Hönnetal     ist     keine     typische     Schauhöhle,     sondern     eine „Veranstaltungshöhle“.   In   dem   gigantischen   Höhlenraum   finden   2000   Menschen   Platz;   hier spielten   nicht   nur   die   „Fantastischen   Vier“   ihr   legendäres   MTV   Konzert,   sondern   es   finden regelmäßig   klassische   Konzerte   und   Partys   statt,   es   wird   Theater   gespielt   und   –   wir   sind schließlich   im   Sauerland   –   das   Schützenfest   in   der   Höhle   ist   ein   Höhepunkt   des   Jahres.   Das elf   Meter   hohe   Eingangsportal   ist   schon   von   weitem   zu   sehen;   die   Balver   Höhle   ist   die größte Kulturhöhle Europas, bei Grabungen fanden sich 40000 Artefakte.  Die   Höhle   ist   zwar   beeindruckend,   jedoch   nur   im   Rahmen   einer   Veranstaltung   empfehlen wir    den    Besuch:    Es    gibt    sonst    schlicht    zu    wenig    zu    sehen.    Daher    nur    magere    2/10 Unterweltspunkte   für   die   Balver   Höhle,   zu   denen   sie   selbst   die   von   ihnen   vergebenen Veranstaltungspunkte hinzuzählen können. Balver Höhle Helle  2 58802 Balve https://www.balver-hoehle.de Reckenhöhle und Hönnetal Ganz   in   der   Nähe   der   Balver   Höhle   befindet   sich   im   höhlenreichen   und   wildromantischen Hönnetal   eine   klassische   Schauhöhle,   die   Reckenhöhle.   Mittlerweile   wird   in   der   Reckenhöhle auch   „Heilstollentherapie“   angeboten.   Die   Höhle   gehört   zum   Ausflugslokal   „Haus   Recke“, dort   gibt   es   auch   Tickets   für   die   Höhlenführung;   der   ausgebaute   Weg   beträgt   lt.   Website der   Höhle   500   Meter,   die   Führung   dauert   rund   45   Minuten.   Von   Haus   Recke   ausgehend lässt    sich    das    Hönnetal    wunderbar    erwandern    und    nur    wenige    Autominuten    entfernt befindet    sich    das    Felsenmeer    mit    der    Heinrichshöhle,    die    wir    im    ersten    Teil    der „Unterwelten“ vorgestellt haben.   Die Reckenhöhle verdient sich 6/10 Unterweltspunkte. Reckenhöhle Binolen 1 58802 Balve www.reckenhoehle.de Schieferbau Nuttlar Im   Schieferbau   Nuttlar   wurde   seit   1878   Schiefer   gewonnen,   in   der   über   einhunderjährigen Betriebszeit   wurden   knapp   20   km   Gangstrecke   auf   fünf   Ebenen   in   den   Berg   getrieben.   Ein Teil   des   Bergwerks   steht   unter   Wasser   und   macht   den   Schieferbau   Nuttlar   zu   einem europaweit    gefragten    Ziel    für    Bergwerkstaucher.    Doch    auch    trockenen    Fußes    können Besucher   das   Bergwerk   erkunden;   Allerdings   gibt   es   keine   betonierten   Wege   und   kein elektrisches   Licht.   Jeder   Besucher   entdeckt   die   Stollen   mit   Bergwerkshelm   und   Lampe   im Rahmen    einer    Führung    auf    abenteuerlichen    Pfaden    durch    den    Berg.    Im    Rahmen    der wahlweise    2-    oder    4-stündigen    Führungen    wird    die    Geschichte    des    Schieferbergbaus erläutert   und   viel   Wissenswertes   über   die   Förderprinzipen   und   das   Leben   der   Bergleute erzählt.   Mit   viel   Herzblut,   Engagement   und   Leidenschaft   wird   das   Bergwerk   betreut,   die Führungen sind für jeden Besucher ein unvergessliches Erlebnis. Auch   der   Schieferbau   bietet   neben   den   klassischen   Führungen   diverse   Events   an:   So   finden in   der   „Halle   der   Wale“   verschiedenste   Konzerte   und   Klangschalenmeditationen   statt,   von Zeit zu Zeit wird dort ein aufregendes Vier-Gänge-Menü serviert. Um   unserer   Begeisterung   Ausdruck   zu   verleihen   und   unseren   Lesern   auch   einen   visuellen Eindruck    zu    verschaffen,    haben    wir    für    diesen    zweiten    Teil    der    Unterwelten    –    Reihe ausschließlich    Fotos    aus    dem    Schieferbau    Nuttlar    ausgewählt    und    durch    den    Film „Schiefervirus“   von   Olivia   Nigl   ergänzt,   in   dem   „Bergwerksvater“   Rainer   Mengelers   über seine   Begeisterung   für   dieses   Herzstück   unterirdischer   Heimat   spricht.   Olivia   Nigl   gelingt   es auf   beeindruckende   Art,   den   Zuschauer   teilhaben   zu   lassen   an   der   Faszination   Unterwelt und die Lust zu wecken, selbst einmal den Schieferbau zu besuchen. Der    Schieferbau    Nuttlar    verdient    sich    mit    seiner    zauberhaften    Unterwelt    und    den umfangreichen, lehrreichen Führungen die volle Punktzahl: 10/10 Unterweltspunkte.  Schieferbau Nuttlar UG Das Erlebnisbergwerk Führungen NUR NACH ANMELDUNG!   Anmeldung: Briloner Str. 48 a 59909 Bestwig - Nuttlar + 49 177 - 68 44 769   info@schieferbau-nuttlar.de https://www.schieferbau-nuttlar.de Fledermaustunnel 689   Meter   zieht   sich   der   ehemalige   Eisenbahntunnel   durch   den   Berg   bei   Finnentrop.   Den Beinnamen   Fledermaustunnel   erhielt   der   1910   erbaute   „Kückelheimer   Tunnel“   aufgrund   der dort   überwinternden   Fledermäuse.   Als   1966   die   Eisenbahnstrecke   stillgelegt   und   in   den folgenden   Jahrzehnten   stückweise   demontiert   wurde,   begann   der   Tunnel   zu   verfallen,   bis   er mit   der   Instandsetzung   2007   Teil   des   „Sauerlandrings“   wurde,   einer   84   km   langen   sehr lohnenden   Radstrecke.   Von   Anfang   November   bis   maximal   Anfang   April   ist   der   Tunnel   jedes Jahr   verschlossen,   damit   die   Fledermäuse   in   Ruhe   schlafen   können;   im   Sommerhalbjahr   ist er für Radfahrer und Spaziergänger kostenfrei geöffnet. Der   Fledermaustunnel   macht   per   Rad   und   zu   Fuß   im   Rahmen   einer   Wanderung   Spaß:   5   von 10 Unterweltspunkte. Fledermaustunnel Fehrenbracht 57413 Finnentrop  
© “Schiefervirus”, ein Film von Olivia Nigl
© Bülent Kantar
© Bildgruppe mit 4 Fotos: Michael Straßburger