RuhrGesichter

Mit Sabrina „auf“ Zeche Ewald in Herten

Sabrina   aus   Recklinghausen   führte   uns   über   das   Gelände   der   Zeche   Ewald   in   Herten,   auf dem    zwischen    1877    und    2001    Steinkohle    gefördert    wurde.    Heute    erstreckt    sich    ein Gewerbegebiet   auf   dem   Areal,   es   gibt   den   eindrucksvollen   „Revue   Palast   Ruhr“   und   einen großartigen   Biergarten;   so   sind   nach   der   Stillegung   der   Zeche   über   1000   neue   Arbeitsplätze vor Ort geschaffen worden. Von   der   Zeche   selbst   stehen   noch   zwei   Fördergerüste,   die   Lohnhalle,   der   Malakowturm   und einige     weitere     Betriebsgebäude.          Die     Zeche     Ewald     ist     heute     eine     typische „Mehrzweckfläche“     mit     historischen     Bergbauführungen,     Trödelmärkten;     Skater     und Modellfahrzeug   –   Freunde   üben   hier   ihre   Tricks.   Vor   Ort   trafen   wir   auf   eine   Gruppe   junger Mädels,   die   sich   an   einem   Foto   für   ihr   Vor-Abi   Plakat   abmühten;   gerne   halfen   wir   aus   und knipsten   das   Bild.   Unter   ihnen   war   übrigens   auch   Adriana,   die   uns   später   zur   Zeche Hannover begleiten sollte. So   vielgestaltig   und   vielsprachig   die   verschiedenen   Ruhrgesichter   auf   dem   Zechengelände heute   sind,   so   verwegen   waren   die   ersten   Arbeiter   unter   Tage.   Es   dauerte   5   Jahre,   bis   ein abbauwürdiges   Vorkommen   entdeckt   wurde   und   1877   mit   der   Förderung   begonnen   wurde. Die    Zeche    lag    damals    weit    von    anderen    Gebäuden    entfernt    und    aufgrund    des Arbeitskraftmangels   und   der   schwierigen   Arbeitsbedingungen   waren   es   echte   Abenteurer, sehr    Verzweifelte    und    auch    viele    zwielichtige    Typen,    die    sich    unter    Tage    ihren    Lohn verdienten. Nach   dem   zweiten   Weltkrieg   wurde   die   Zeche   mit   den   Zechen   Recklinghausen,      Hugo   und Schlägel   &   Eisen   vereint,   bis   Anfang   2001   die   Zeche   Ewald   stillgelegt   wurde.   Die   Zeche   liegt direkt   an   der   Halde   Hoheward   und   ist   somit   ein   hervorragender   Start-   oder   Zielpunkt   für Wanderungen   über   die   größte   Haldenlandschaft   Europas   mit   Besuch   der   Drachenbrücke   im Landschaftspark   Hoheward,   deren   eigentliches   Wesen   als   Basilikumdrache    wir   bei   den Ruhrgesichter bereits ausführlich klären konnten.  

Palast, Pütt & Jobwunder

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