Fury in the Slaughterhouse
beim Big Day Out in Anröchte
Jan
Delay
&
Disko
No.
1
groovten
am
Freitag
den
Bürgerhausvorplatz.
Am
Sonntag
wurde
die
Heilige
Messe
des
Italo-Schlagers
mit
Roy
Bianco
&
Die
Abbrunzati
Boys
gefeiert.
Mittendrin
im
Wochenende
am
Samstag
war
in
der
„Rock
City“
Anröchte
alles
für
Fury
in
the
Slaughterhouse
angeröchtet
und
wir
schauten
uns
das
Spektakel
rund
um
eine
der
erfolgreichsten
Bands
Deutschlands an.
Den
Auftakt
machte
als
Support
die
Frankfurter
Pop-Punk
Band
Friends
don’t
lie,
die
gemeinsam
mit
dem
Beginn
eines
heftigen
Regengusses
die
große
Bühne
enterten.
Wir
kannten
die
Band
zuvor
nicht,
der
Alternative-Punk-Rock
Sound
war
für
uns
als
Support
von
Fury
überraschend,
überzeugte
aber
voll
und
ganz.
Wo
genau
nun
der
Unterschied
zwischen
Punk-Rock
und
Pop-Punk
liegen
soll,
mag
eine
akademische
Diskussion
sein.
Vielleicht
erklären
es
uns
die
Jungs
von
Friends
don’t
lie
irgendwann
einmal.
Mit
englischen
und
deutschen
Texten,
gutem
Gesang,
teils
genretypischer,
etwas
ritualisiert-folkloristisch
anmutender
Anti-AfD-Haltungund
ansonsten
sehr
guter
Bühnenpräsenz
und
klaren,
einfachen,
aber
wunderbar
geradlinigen,
harten,
aber
eingängigen
Songs
war
das
insgesamt
richtig gut.
Mit
einem
bombastischen
Sound
bliesen
die
drei
Herrschaften
den
Regen
über
die
Bürgerhausvorplatz;
vor
der
Bühne
versammelten
sich
hüpfende,
bunte
Regenponchos,
der
nicht
ganz
so
wetterfeste
Publikumsteil
stapelte
sich
derweil
überall
dort,
wo
es
Überdachungen
gab.
Sollte
die
Botschaft
nicht
bis
zur
Bühne
gereicht
haben,
sei
es
hier
ausdrücklich
erwähnt:
Auch
bei
den
Schönwetter-
Musikliebhabern
wie
uns
kam
Friends
don’t
lie
richtig
gut
an,
die
Band
dürfte
bei
dem Gig in Anröchte viele niemals lügende Freunde dazu gewonnen haben.
Es
folgten
nach
kurzer
Umbaupause
und
einem
sich
allmählich
aufklarenden
Himmel
das
Folk-Duo
(live
mit
musikalischer
Unterstützung
an
der
zweiten
Gitarre)
Mrs.
Greenbird,
die
2012
die
die
dritte
Staffel
der
Gesangs-Castingshow
X
Factor
gewannen.
Mrs.
Greenbird
sind
Sängerin
Sarah
und
Gitarrist
Steffen
Brückner
(ja,
sie
sind
verheiratet.
Miteinander.)
und
spielen
einen
leisen,
feinen,
anmutigen
Stilmix
aus
Folk,
Country
und
Pop.
Mrs.
Greenbird
sind
derzeit
ohnehin
als
Support
von
Fury
unterwegs,
wirkten
in
der
musikalischen
Dramaturgie
die
Abends
zwischen
den
punkrockigen
Friends
don’t
lie,
den
Anröchter
Wasserspielen,
die
Kollege
Petrus
aus
dem
wolkenverhangenen
Himmel
veranstaltete
und
den
großen
Fury
in
the
Slaughterhouse,
auf
die
natürlich
alle
Fans
sehnsüchtig
warteten
etwas
„eingeklemmt“;
die
leisen,
zarten
Arrangements
gingen
leider
ein
bisschen
unter,
kamen
aber
dennoch
gut
an;
so
dass
die
wundervolle
Retro
-
Musik
von
Mrs.
Greenbird
völlig
zu
recht
von
vielen
Fury – Fans entdeckt und lieb gewonnen wurde. Auch uns hat es gut gefallen.
Wir
Ruhrgesichter
sind
ja
eigentlich
als
Nörgelköppe
und
Haar-in-der-Suppe-
Finder
gefürchtet,
dennoch
soll
hier
ein
Lob
Platz
finden,
das
bei
Veranstaltungskritiken oft übersehen wird:
Obwohl
Petrus
das
Gelände
regelmäßig
ordentlich
durchkärcherte
und
die
ersten
Besucher
ihre
Sportwatches
von
„Gehen“
auf
„Schwimmen“
umstellten,
war
die
Veranstaltung
am
Samstag
mit
rund
5000
Fans
sehr
gut
besucht
und
–
das
Wichtigste:
Alle
hatten
Spaß.
Dies
war
zum
einen
den
drei
guten,
sehr
unterschiedlichen
Bands
und
dem
durchweg
tollen
Publikum
zu
verdanken,
aber
auch
einer
professionellen,
reibungslosen
Organisation
mit
zahlreichen
helfenden
ehrenamtlichen
Händen.
Unser
Konzertfotograf
kennt
von
anderen
Konzerten
und
Festivals
beides:
Professionelle
Großveranstaltungen,
die
oft
jedoch
wie
eine
kalte
Maschine
in
ihren
Prozessen
hängen
und
gelegentlich
den
Blick
für
die
Belange
des
Publikums
verlieren
auf
der
einen
Seite.
Auf
der
anderen
Seite
von
Ehrenamtlern
gestemmte
Events,
die
sich
trotz
allen
Bemühens
der
Beteiligten
bei
Schwierigkeiten
(und
die
gibt
es
bei
jeder
Veranstaltung)
plötzlich
mangels
Erfahrung
im
hektischen
Chaos
wiederfinden.
Zum
Beispiel,
wenn
eingeplante
Parkplätze
aufgrund
des
Dauerregens
plötzlich
nicht
nutzbar
sind,
wie
dies
beim
Big
Day
Out
ab
Tag
2
der
Fall
war.
Alles,
was
für
Besucher
(wir
haben
viele
lobende
Stimmen
gehört)
und
uns
sichtbar
war,
wurde
in
Anröchte
professionell
UND
nahbar
menschlich
engagiert
top
gelöst:
Von
den
Parkflächen
(Dank
an
die
wetterfeste
Feierwehr!),
dem
reibungslosen
Einlass
inkl.
gründlicher,
aber
stets
freundlicher
Kontrollen
über
die
zahlreichen
Gastrostände,
die
Ansprechpartner
des
Teams
auf
dem
Gelände
bis
hin
zu
den
eingesetzten
externen
Securities,
die
ausnahmslos
einen
entspannten,
großartigen
Job
gemacht
haben.
So
entstand
ein Konzerttag in gemütlicher, aber feierfreudiger Atmosphäre.
Der
Verein
hat
bewiesen,
dass
er
nach
wie
vor
große
Events
organisatorisch
stemmen kann: Stark und bitte gerne so weitermachen.
Als
Fury
in
the
Slaughterhouse
die
Bühne
erklommen,
waren
die
rund
5000
Fans
sofort
auf
Temperatur
und
selbst
Petrus
vergaß
vor
Begeisterung
seine
Wassereimer,
so
dass
es
nun
nahezu
trocken
blieb
und
ein
großartiger
Headliner
seine Headliner – Dinge tun konnte.
Der
Band
merkt
man
an,
dass
sie
seit
ihrer
Gründung
1987
ein
paar
Jahrzehnte
zu
den
Furys
reifen
konnten,
wie
sie
in
Anröchte
auf
der
Bühne
standen.
Das
war
eine
routinierte,
musikalisch
umwerfende
Show,
bei
der
man
der
Band
jederzeit
die
Spielfreude
inkl.
dem
Spaß
am
Kontakt
mit
den
Fans
anmerkte.
So
ist
es
auch
kein
Zufall,
dass
sich
Christof
Stein-Schneider
schon
weit
vor
dem
Auftritt
entspannt mit einem Kaffeetässchen auf der Rolli – Tribüne sehen ließ.
Und
auch
musikalisch
können
Sie
es
noch:
Mit
On
Alarm
und
Letter
to
myself
startete
ein
fulminanter
Konzertabend.
Bevor
sie
den
DJ
hängen
ließen
ging
es
um
Better
times;
auch
Then
she
said,
Good
Day
to
Remember,
Radio
Orchid
und
das
großartige
Trapped
Today
fanden
neben
zahlreichen
anderen
Songs
Platz
in
der
Setlist
zwischen
wildem
Rock
und
akustischer,
plüschiger
Wohnzimmer-
Atmosphäre,
bevor
mit
Won't
Forget
These
Days
der
offizielle
Teil
des
Abends
ein
Ende fand.
Kein
Ende
fanden
jedoch
die
Fans,
die
den
Refrain
solange
weiter
sangen,
bis
Fury
den
Weg
zurück
auf
die
Bühne
fanden
und
wieder
einstimmten.
Nach
Goodbye so long spielten sie auch das heiß erwartete Time to wonder.
Fazit:
Starke
Show,
zeitlose
Musik
mit
Leidenschaft
auf
die
Bühne
gebracht
und
ein
Kai
Wingenfelder,
dem
man
noch
anhörte,
dass
er
Kai
Wingenfelder
ist
(wir
hatten
da
kürzlich
ernüchternde
Erlebnisse
mit
Axl
Rose
von
Guns
N’
Roses)
und
sich
mit
Leichtigkeit
durch
die
23
Songs
des
Abends
sang.
Fury
in
the
Slaughterhouse
haben
auch
in
diesem
Jahr
noch
Bock
auf
Musik,
Bock
auf
Konzerte,
Bock
auf
ihre
Fans.
Wir
lüften
anerkennend
unseren
Hut,
sagen
Danke
Fury, Danke JZI und Chapeau!