RuhrGesichter
„Sauerland   bedeutet   Heimat!“   (Sabrina Tolksdorf)
© Ruhrgesichter

Zweite Heimatseite

„Wenn    ich    an    das    Ruhrgebiet    denke, fällt   mir   neben   meiner   Unistadt   Bochum sofort    meine    Geburtsstadt    Essen    ein. Während     meiner     Kindergartenzeit     in Essen   war   ich   oft   mit   meinen   Eltern   am Baldeneysee,   das   habe   ich   in   sehr   guter Erinnerung.   Besonders   schätze   ich   am Ruhrgebiet        die        Bodenständigkeit, Ehrlichkeit   und   Direktheit   der   Menschen. Bei   den   Ruhrpottlern   weiß   man   in   der Regel   schnell,   woran   man   ist.   Außerdem finde   ich   es   toll,   dass   immer   etwas   los ist.     Vor     allem     kulturell     bietet     das Ruhrgebiet    auf    engstem    Raum    super viele Möglichkeiten.“ (Lisa)
"Meine     Liebe     zum     Ruhrgebiet     ist eigentlich   gleichbedeutend   mit   der   Liebe zum   FC   Schalke   04.   Die   Menschen   hier sind   sehr   speziell.   Ich   mag   die   ehrliche und   direkte   Art.   Hier   weißt   du   immer, woran   du   bist.   So   bin   ich   auch."   (Hassan Talib Haji)
„Ich   bin   jetzt   seit   1985   im   Ruhrgebiet. Mein       erster       Gedanke,       als       ich hierhergezogen    bin?    Ich    habe    mich gewundert,   dass   das   Ruhrgebiet   so   grün ist.   Jetzt   bin   ich   hier   regelmäßig   am   See mit     meinem     Hund     Moritz,     der     ist allerdings    kein    Ruhrgebietler,    sondern kommt aus Ungarn.“
“Das   Ruhrgebiet   hat   für   mich   Charakter und     Charme,     eben     weil     es     nicht wunderschön   ist.   Schöne   Frauen   sind   ja auch   oft   langeweilig.   Manchmal   sind   ja die   Frauen   interessanter,   die   eine   kleine Macke    und    auch    Fehler    haben.    Beim Ruhrgebiet      ist      das      genauso;      der Ruhrpott    ist    nicht    perfekt,    hat    aber Charme.    Ich    liebe    zum    Beispiel    die schnuckelige             Altstadt             von Recklinghausen.    Das    ist    für    mich    der schönste Platz im Ruhrgebiet.” (Jana)
„Unser    Gelbhaubenkakadu    Heino    hat nächsten   Monat   Geburtstag   und   wird   32 Jahre   alt.   Er   ist   genau   wie   ich   durch   und durch    Dortmunder.    Naja:    Bis    auf    die Tatsache,    dass    wir    Bayern    München Fans   sind,   was   im   Ruhrgebiet   ja   eher die   Ausnahme   ist.   Wenn   es   das   Wetter erlaubt,    gehen    wir    beide    –    sehr    zur Freude   von   Heino   –   gern   spazieren   oder fahren mit der Bahn.“ (Birgit)
“Das    Ruhrgebiet    hätte    mich    fast    um meine   Frau   gebracht.   Als   ich   sie   damals kennenlernte   wohnte   ich   in   Büren   und sie   in   Datteln.   Als   ich   das   erste   Mal   zu ihr   gefahren   bin,      hatte   ich   mein   bestes weißes     Hemd     angezogen     und     ganz locker   meinen   linken   Arm   in   das   offene Fahrerfenster    meines    Wagens    gelegt. Als   ich   schließlich   ankam,   war   der   ganze Arm   schwarz   von   Kohlenstaub,   was   mir natürlich   sehr   unangenehm   war   und   sie meinte   scherzhaft,      aber   das   wusste   ich damals    nicht,    dass    sie    mit    so    einem ungepflegten      Mann      nicht      ausgeht. Danach    hatte    ich    nie    wieder    weiße Hemden   an,      wenn   ich   zu   ihr   gefahren bin..."  (Josef, 88 Jahre alt)
„Watte,   ich   geh   noch   ma   wacka   nache Pommes.“     (gehört     an     der     Eisbahn Zollverein)
„Im   Ruhrgebiet   sind   die   Leute   nicht   so reich   wie   in   München.   Dann   muss   man nicht   soviel   voreinander   verstecken   und kann   auch   ehrlicher   sein.“   (Ralf   Richter, Schauspieler) (PR_Foto_R04_RRichter_©Rumble59)
“Als   gebürtiger   Kölner   bin   ich   natürlich sehr    verwöhnt    was    Infrastruktur    und Einkaufsmöglichkeiten                 angeht, allerdings   muss   ich   wirklich   sagen,   ich LIEBE        die        Einkaufszentren        im Ruhrgebiet.   Sei   es   der   Limbecker   Platz in      Essen      oder      das      CentrO      in Oberhausen.    Ob    privat    zum    shoppen oder     im     "Fell"     um     Passanten     zu belustigen.   Es   ist   immer   wieder   schön zu   sehen   wie   die   "Ruhrpottler"   auf   solch fellige   Wesen   reagieren:   Mit   Freude   und Neugier. Deshalb    kommen    auch    gerne    meine Freunde     aus     anderen     Städten     zu Besuch,   Skrat   zum   Beispiel   kommt   aus dem   hohen   Norden   Deutschlands.   Ihm hat   der   Ausflug   in   den   Landschaftspark Duisburg,     als     eine     der     schönsten Touristenattraktionen    des    Ruhrgebiets auch sehr gefallen.“ (Baldur)
Magdalena   Neuner,   Biathlon   -   Superstar über   das   Ruhrgebiet:   "Es   ist   unheimlich grün   und   abwechslungsreich.   Ich   bin   ja vom   Land,   mit   vielen   Vorurteilen,   und habe       meine       Meinung       komplett geändert." Lisa   gibt   Magdalena   Neuner   angesichts des   Ausblicks   von   der   Halde   Hoheward auf     unserem     Ruhrgesichter     -     Foto natürlich recht.
Dass       im       Ruhrgebiet       auch       die Kunstbegriffe     der     Marketingexperten des    Ruhr    Tourismus    einfach    abperlen, erlebten    wir    bei    unserem    Besuch    an Tiger   &   Turtle   auf   dem   Magic   Mount   für eine    Ruhrgesichter    Titelstory.    Unsere Frage:   "Kommen   wir   auf   dieser   Straße zum    Magic    Mount?"    Antwort:    "Magic was?        Ach,        Du        meinst        den Schlackeberch.   Davorne   ums   Eck,   dann siehsse datt Ding".
"Der        Toilettenwagen        auf        der diesjährigen     Kirmes     in     Hüsten     wird Ihnen    präsentiert    von    der    Autostadt Rosier."    Endlich    mal    eine    gelungene Werbeplatzierung...
Wir    wanderten    durch    die    Wälder    von der     Grube     Spiekermann     (dort     war gerade   Schichtwechsel   und   man   grüßte uns   mit   einem   'Glück   Auf'.   Wie   oft   wird man   das   im   Pott   noch   erleben   können?) aus   an   den   Heidesee   -   Ufern   entlang   bis zur Halde Haniel. Am   Bikertreff   Grafenmühle   dann   diese Konversation:   'Hömma   Gerd,   watt   läuft Dein   Kumpel   so   scheiße?"   (Anm.:   der dem   Sprecher   unbekannte   'Kumpel'   trug völlig   offensichtlich   eine   Beinprothese). "Der    hat    sein    Bein    verloren."    "Wo?" (müdes   Gelächter)   "Wollze'n   Bier?"   An diesem    Zeitpunkt    wurden    wir    wieder daran   erinnert,   dass   unser   Ruhrgebiet das       internationale       Zentrum       der Geradeauskommunikation ist.
“Sommer     ist     doch     überall     schön!, könnte   man   einwerfen,   vor   allem,   wenn man   noch   nie   nach   Bottrop   gereist   ist.” (Süddeutsche vom 30.07.2001)
"Im   Schnitt   ist   der   Menschenschlag   im Ruhrgebiet   ein   warmherziger,   einer,   der nicht    mit    der    dicken    Hose    durch    die Gegend   läuft.   Hier   leben   nicht   so   viele offensichtliche      Schaumschläger      und Arschgeigen.        Sonst        wäre        ich wahrscheinlich nicht mehr hier." (Fritz Eckenga, Kabarettist)