Die ehemaligen Babcock-Hallen in Oberhausen, die in den vergangenen Jahren bereits spektakuläre Entertainmentformate beherbergt haben, ermöglichen nun die „Polar Experience“. Wir Ruhrgesichter haben uns die immersive Ausstellung über Arktis und Antarktis mit kritischem Blick angesehen. Die Schau möchte die entlegensten Regionen der Erde emotional erfahrbar machen, dem Publikum wissenschaftliche Forschung unterhaltsam nahebringen und zugleich ein Klima-Bewusstsein erzeugen, das nicht allzu belehrend wirkt. Genau an dieser ambitionierten Schnittstelle entscheidet sich, ob die Ausstellung tatsächlich mehr ist als technisch beeindruckende Bilderflut. Bemerkenswert ist, dass die Ausstellung apokalyptische Rhetorik meist vermeidet. Statt Weltuntergangsstimmung dominieren Begriffe wie Beteiligung, Verantwortung und gemeinschaftliche Zukunft.