Als das Metal Diver Festival in Marsberg zum nunmehr elften Mal seine Pforten öffnet und sich die Fans von den Parkplätzen zu Fuß auf den Berg des Schwermetall-Hochamtes gequält haben, wird schnell klar, dass sich das sauerländische Städtchen einmal mehr für einen Abend in eine Metal-Hochburg verwandelt. Den Auftakt übernehmen Powergame, die mit ihrem klassisch geprägten Heavy Metal sofort mit Slaying Gods und Twisted Minds klarmachen, dass halbe Sachen ihr Ding nicht sind. Danach folgt die Speed Metal Attacke Vulture und die Power Metaller von Drgony, die Death Abrissbirne Fleshcrawl und als Headliner die deutschen Metal-Veteranen Primal Fear. Als nächtlicher Rausschmeißer betreten Pripjat als Köln die Bühne und liefern eine letzte, energiegeladene Thrash-Metal-Dosis. Marsberg beweist: Manchmal braucht es gar nicht sieben Bühnen und eine vier Kilometer lange Zirkusmeile, um ein Festival unvergesslich zu machen.